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Rundbriefe

23.12.2018, 19.06.2018, 08.12.2017, 07.08.2017, 19.06.2017, 04.02.2017, 22.12.2016, 29.08.2016, 17.05.2016, 22.03.2016, 22.01.2016 , 06.06.2015, 22.04.2015, 20.02.2015, 02.09.2014, 29.07.2014, 25.04.2014, 22.02.2014, 09.02.2014, 19.12.2013, 25.10.2013, 13.08.2013, 28.03.2013, 30.11.2012, 17.8.2012, 4.5.2012, 03.08.2011, 09.04.2011, 03.01.2011, 09.08.2010, 25.03.2010, 27.12.2009, 17.04.2009, 12.11.2008, 11.10.2008, 22.07.2008, 26.10.2007



Protokolle der Mitgliederversammlungen

Protokoll 24.07.2017, Protokoll 25.02.2016, Protokoll 23.07.2014



Aktuelle Veröffentlichungen

Gesammelte Vorträge der Würzburger Konferenz: Réécriture und Rezeption. Wandlungen des Artusromans

hrsg. von C. Dietl, C. Schanze, F. Wolfzettel, Berlin/Boston (Walter de Gruyter) 2019

Im Zuge von Kanonisierungstendenzen wird 'der Artusroman' heute gerne auf die Werke Chrétiens und weniger anderer 'Klassiker' begrenzt, abgesehen von einzelnen Texten, die zyklisch von der Forschung wiederentdeckt werden. Zu einem modernen 'Mythos' konnten Artus und der Artusstoff aber nur werden, weil die Artustradition über Jahrhunderte hinweg hoch aktiv weiterlebte und die Texte immer wieder neu rezipiert, transformiert, umgeschrieben und der aktuellen Zeit angepasst wurden. So entstand eine Fülle von arthurischen Texten und Artusnotationen. Während bislang zumeist die Erforschung der Artusrezeption im 19./20. Jahrhundert und mediävistische Untersuchungen zur mittelalterlichen Réécriture unverbunden nebeneinander standen, nimmt dieser Band beides in den Blick. Als Bindeglied dient die in der Forschung oft ausgeblendete Artusrezeption in der Frühen Neuzeit. Unter den Schlagwörtern 'réécriture' und 'Rezeption' werden Prozesse der Übertragung, Bearbeitung und Fortschreibung einzelner Romane sowie verschiedene Formen der Rezeption einzelner Figuren, Motive oder Erzählschemata, aber auch ganzer Romane analysiert und historisch kontextualisiert, um zu erklären, was Artus zu einem 'Mythos' macht.





Vorträge der Gumpoldskirchener Tagung 2016: Emotion und Handlung im Artusroman

hrsg. von C. Dietl, C. Schanze, F. Wolfzettel und L. Zudrell, Berlin/Boston (Walter de Gruyter) 2017

Wie sind Handlungen literarischer Figuren motiviert? Lassen sie sich psychologisch oder narratologisch erklären? Da die Figuren arthurischer Romane textübergreifend konstruiert werden, könnte man annehmen, ihre Handlungen folgten einem festen Muster, unabhängig von situativ dargestellten Emotionen. Gibt es also eine gattungsspezifische Handlungsmotivation? – Um diese Fragen kreisen die hier versammelten Beiträge. Sie demonstrieren, dass der europäische Artusroman keine einheitliche Behandlung von Emotionen als Handlungsmotivation kennt. Groß ist die Variationsbreite der sichtbaren Innerlichkeit der Figuren. Als gattungsspezifisch lässt sich aber eine Tendenz erkennen, das Verhältnis von Emotion und Handlung in den Texten selbst als ein Produkt narrativer Vermittlung aufzudecken: durch die Inszenierung von Selbstverlust oder des Widerstreits zwischen Vernunft und Emotion, durch ein offenes Spiel mit unterschiedlichen Graden der Informiertheit von Figuren, Erzähler und Rezipienten, durch die Integration des Vorwissens der Rezipienten oder durch die Referenz auf und den Verstoß gegen Codierungen von Emotionen, kulturelle und literarische Normen.





Festschrift für Friedrich Wolfzettel: Formen arthurischen Erzählens

hrsg. von C. Dietl und C. Schanze, Berlin/Boston (Walter de Gruyter) 2016

Inhalt: Knapp, Fritz Peter: Überlegungen zur Systematik der epischen Gattungen im französischen und deutschen Hochmittelalter – Friede, Susanne: Codierung und Verfügbarkeit der Tristanliebe im Chievrefoil – Bauschke, Ricarda: Die Bedeutung des Meeres in den deutschen und französischen Tristanromanen – Ranawake, Silvia: vremeder site – Rieger, Angelica: Chrétien revisited – Burrichter, Brigitte: Die Damen und ihre Pferde – Schanze, Christoph: Mythisches Substrat im ›modernen‹ arthurischen Erzählen – Unzeitig, Monika: Status, Ritual und Affekt – Kern, Peter: Der Parzival Wolframs von Eschenbach als Roman »von liebe und von leide« – Dietl, Cora: Arthurische ›Dinge‹ wiedererzählt – Buschinger, Danielle: La redécouverte du Parzival de Wolfram von Eschenbach et des romans médiévaux du Graal du XVIII – Mertens, Volker: Wagners Erec – Birkhan, Helmut: Ein kornisches Musikdrama aus dem ›englischen Bayreuth‹ – Wild, Gerhard: Jenseits von Avalon – Roloff, Volker: Reden und Schweigen – Fichte, Joerg: Sir Gawain or the Remains of King Arthur





Vorträge des Bukarester Kongresses 2014: Gattungsinterferenzen

hrsg. von C. Dietl, C. Schanze und F. Wolfzettel, Berlin/Boston (Walter de Gruyter) 2016

Die Frage nach einem mittelalterlichen Gattungsbewusstsein und den Wechselwirkungen literarischer Gattungen, auch als Sonderfall der Intertextualität, hat die mediävistische Forschung immer wieder beschäftigt. Anders als  etwa die späte Heldenepik stand der Artusroman, der gerne als Prototyp einer geschlossenen literarischen Gattung betrachtet wird, dabei bisher nicht im Zentrum des Interesses. Hier setzt der vorliegende Band an. Die Beiträge (ausgewählte Ergebnisse des Internationalen Artuskongresses in Bukarest 2014) zeigen in detaillierten Fallstudien und textnahen Analysen, dass der Artusroman von Anfang an mit anderen Gattungen in einem Dialog stand und mit diesen Elemente und Strukturen austauschte. Gefragt wird nach den autorintendierten oder im Rezeptionsprozess entstehenden Effekten solcher wechselseitiger Einflussnahmen, die nicht zuletzt von der literarischen Kompetenz des Rezipienten abhängen. Der Band bietet einen Überblick über die Vielfalt solcher 'arthurischen Gattungsinterferenzen', leistet dadurch einen Beitrag zur Verortung der Artusliteratur im Spektrum der verschiedenen mittelalterlichen Gattungen und lässt Rückschlüsse auf das mittelalterliche Gattungsverständnis zu.


siehe auch Veranstaltungen

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