Arthurische Nachdichtungen - Kolloquium zu Ehren von Harvey L. Sharrer

​Wiederholt entstanden im Mittelalter Nachdichtungen der französischen Artusromane, in einem Prozess der Nachdichtung und Neuschöpfung, welcher die Vorlagen grundlegend transformierte, ihre Ästhetik und ihre Sinngebung veränderte, auch mit Blick auf neue Rezipientenkreise, die damit erschlossen wurden. Die Tendenz zur Prosaauflösung und zur Fortsetzung und Zyklenbildung ist besonders bei den Stoffen zu beobachten, die über ganz Europa verbreitet waren. Mit der Neubearbeitung der Stoffe ist häufig eine Übersetzung in eine andere Sprache verbunden; diese Übertragungen stehen ihrerseits oft wiederum am Anfang einer langen Tradition der Nachdichtungen. Dies lässt sich z.B. auf der Iberischen Halbinsel beobachten, wo der Artusroman u.a. auch das Modell für den Amadis de Gaula lieferte. Die verschiedenen Formen der Nachdichtung und Weiterverarbeitung sind Thema des geplanten Kolloquiums.

Die Kongressgebühren liegen bei € 65 für Mitglieder der Internationalen Artusgesellschaft (aller Sektionen) und bei € 100 für sonstige Teilnehmer. Eine Ermäßigung der Gebühren für Wissenschaftler aus Lateinamerika und dem östlichen Europa ist möglich, um ihnen die Teilnahme am Kolloquium zu erleichtern. Februar ist eine gute Zeit, um Granada zu besuchen und um den Blick auf die schneebedeckte Sierra Nevada zu genießen. In 30 km Entfernung wird es möglich sein, in der Sonne Die Stadt hat einen eigenen Flughafen, trotzdem ist es in den meisten Fällen günstiger, nach Malaga zu fliegen, von wo aus man Granada in rund anderthalb Stunden mit dem Auto oder.

Paloma Gracia, Schriftführerin der Hispanischen Sektion der Internationalen